Moorcamp der BUNDjugend 2021

Vom 18. bis zum 25. Juli 2021 bauten engagierte Jugendliche und ehrenamtliche BUNDjugend-Aktivisten ihr diesjähriges Zeltlager auf der Wiese vor der alten Dampfpflughalle in Wrechen auf. Angeleitet und unterstützt von Mitarbeitern des Naturparks halfen sie tatkräftig bei der Wiedervernässung von trockengelegten Feuchtgebieten. Fünf Staue an sechs Mooren wurden in dieser kurzen Zeit wiederhergestellt.
Angesichts aktueller Unwetterereignisse mit Überschwemmungen in weiten Gebieten Deutschlands kann kaum deutlicher werden, wie wichtig und notwendig diese Arbeit ist. Intakte Feuchtgebiete sind Wasserspeicher der Landschaft, sie wirken bei Starkregen sowie bei langanhaltender Trockenheit.
Im Camp gab es nebenbei spannende Workshops, thematische Beiträge zum Klima- und Umweltschutz, eine Kanutour, eine Fledermausführung, Lagerfeuer und vieles mehr.
Das Resümee: den Teilnehmern hat es gefallen und unserer Umwelt geholfen.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen beitrugen.

Die Igel brauchen unseren Schutz!

Früher war der Igel aus unseren Gärten und Feldern kaum wegzudenken.
Wo er heute auf dem Acker auftaucht, findet der Igel seinen ursprünglichen Lebensraum öd und leer. Die industrielle
Landwirtschaft hat natürliche Biotope vernichtet: Feldhecken, Gräben, kleine Tümpel. Und in den aufgeräumten „sauberen“ Ziergärten und Wohngebieten mit gefegten Wegen und Sitzgruppen auf gepflasterten Flächen findet er auch keinen Platz zum Leben, schon gar nicht in Schotter“gärten“.
Igel könnten 7 Jahre alt werden, haben aber nur noch eine Lebenserwartung von 2 – 3 Jahren. Igel benötigen Schnecken, Würmer und Insekten wie Käfer, Kellerasseln, Nachtfalter. Diese finden sie nur in naturnahen Gärten. Sie müssen sich für den Winterschlaf Fettpolster anschaffen und ein wärmeisoliertes Plätzchen finden. Und das gibt es nicht in sterilen aufgeräumten Gärten mit fremdländischen Pflanzen ohne Laubfall, sondern in den Laubhaufen! Laub wärmt die Erde und den Igel.

Leider bringt die zur Arbeitsvereinfachung von vielen Menschen eingesetzte Technik neue Gefahren für die wenigen bei uns lebenden Igel-Exemplare: Mähroboter und Rasentrimmer rasieren die monotonen Rasenflächen und alles Weiche und Bewegliche wird von den Hightech-Gartengeräten bis unter die Heckenränder mitgeschoren. Diese Geräte führen zu schweren Verletzungen bei den Igeln.

Was können Sie tun?

  1. Schaffen Sie Schlupflöcher im Zaun, damit der Igel durch die ansonsten unüberwindbare Barriere laufen kann.
  2. Lassen Sie Holz- und Laubhaufen liegen, sie bieten Versteck- und Nistplätze.
  3. Gestalten Sie den Garten mit dichten (!) heimischen Wildsträuchern (Hecken), einem Stück Blumenwiese, natürlichem
    Wildwuchs und einer flachen Wasserstelle.
  4. Verwenden Sie keine Chemie im Garten (Laub ist sehr guter Dünger).
  5. Herbstlaub und Totholz gehören in die Hecke, nicht in die (grüne) Mülltonne und darf erst recht NICHT verbrannt
    werden.
  6. Machen Sie Kellerlichtschächte mit Draht igelsicher.
  7. Gestalten Sie Gartenteiche mit einer flachen Uferseite oder einem Brett als Ausstiegshilfe für hineingefallene Igel.
  8. Geben Sie keine Milch, Igel werden wegen Laktoseintoleranz krank davon.

Igel stehen in einigen Gegenden auf der „Roten Liste“.
Geben Sie den letzten Exemplaren eine Überlebenschance und überlassen es nicht „dem Nachbarn“!

Saatguttauschbörse am 25.09.2021

Dieses Jahr beginnt der Auftakt der Kneippwoche am 25.09.2021 im Kurpark. Ein Angebot, bei dem alle Kleingärtner und Naturfreunde mitmachen können, ist dabei die Saatgut-Tauschbörse der BUND Gruppe Feldberg.


Wie funktioniert das? Wer einen eigenen Garten hat, kann jetzt bereits anfangen, von den verblühten Sommerblumen Samen zu sammeln. Diese werden dann einfach mitgebracht und gegen andere Samen eingetauscht, z. B. Ringelblumen gegen Rittersporn oder Akelei gegen Zinnien oder Tomaten. Auch Knollen, Zwiebeln, Stecklinge oder abgestochene Stauden sind willkommen. Das Saatgut kann getauscht oder verschenkt werden.
Je mehr Menschen mitmachen, um so bunter und vielfältiger wird das Angebot. Also jetzt schon anfangen und die eine
oder andere Blüte zur Seite legen.


Wir sehen uns dann am 25.09.2021 von 11:00 – 14:00 Uhr zur Feldberger Saatgut-Tauschbörse im Kurpark.

Exkursion „Seltene Pflanzen in der Feldberger Seenlandschaft“

Wir waren mit 8 Leuten zum Weitendorfer Haussee. Dort zeigte uns Lothar den seltenen ,Breitblättrigen Sitter; eine Orchidee.

Sie braucht Halbschatten, darf aber nicht überwuchern, weshalb Lothar die Pflanzen 2-3 x im Jahr freimacht mit Sichel.

Er hofft, das wir das mal übernehmen, da er es nicht mehr schafft. Dann sind wir durch mannshohes Schilf zum direkten Ufer des Sees.

 Das Ufer war durch Risse im Boden in Schollen geformt/ geborsten. Zwischen den Schollen in den Rissen stand noch Wasser

und es fühlte sich beim Laufen weich an. Das ganze Ufer war mit den Schalen großer Teichmuscheln bedeckt. Das hat mich sehr beeindruckt, Irgendwie exotisch.

Dann zur Kiesgrube, dort hat der Naturpark ein Stück eingezäunt zum Schutz des Kreuzenzians. Auch eine seltene Pflanze, die Pflege bedarf, um nicht überwuchert zu werden. Von dort ober hatte man einen wundervollen Blick Richtung Weitendorf.

Zum Sprockwitz waren wir auch noch, der leider immer immer weniger Wasser hat. Dort entdeckten wir eine sehr schöne ;Schwanenblume;

Überhaupt erklärte uns Lothar etliche Pflanzen und zum Schluss gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Eine wirklich gelungene Exkursion.

Müllsammelaktion am 10.04.2021

Wer aufmerksam durch unserer Gemeinde geht, bemerkt sie vielleicht: hier und da liegen leere Flaschen und zerrissene Tüten am Wegesrand oder am Ufer eines Sees. Manch ein Müll ist noch gut zu erkennen, ein anderer schon fast eingewachsen in die Natur. Wenn niemand ihn wegräumt, kommt oft noch neuer hinzu.


Als AnwohnerInnen und Mitglieder des B.U.N.D. Feldberger Seenlandschaft wollen wir dem etwas entgegen setzen. Für uns gehört das Thema Müll auch zum Engagement für nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Deshalb möchten wir eine allgemeine Müllsammelaktion initiieren. Alle die Interesse und Lust haben und denen eine müllfreie Landschaft am Herzen liegt, sind zur Teilnahme herzlich eingeladen. Je mehr Menschen dabei sind, desto besser für Natur und Gemeinde.


Unser Gebiet ist groß, wo soll man anfangen? Da Corona gemeinsame Aktionen zur Zeit nicht zulässt, setzen wir auf individuelles Mitmachen. Jeder und jede, die am Samstag den 10.4. in der Natur unterwegs ist, nimmt sich eine Tüte mit (und evt. Handschuhe) und sammelt was unterwegs herumliegt. Egal, ob 2 Zigarettenkippen oder ein ganzer Müllsack.


Gesammelt wird, was nicht in die Natur gehört. Am Haus des Gastes wird der Naturpark einen Anhänger ganztägig bereit stellen, wo der Müll zur Entsorgung abgegeben werden kann. Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft übernimmt den finanziellen Part der Entsorgung.


Falls jemand Lust hat, würden wir uns über ein kleines Foto der Aktion freuen. Wir stellen dann alle Bilder zusammenund zeigen sie hier auf unserer Website. Die Bilder einfach per Email senden an:
kontakt@bund-feldberger-seenlandschaft.de

Wenn es ein Erfolg wird, können weitere Aktionen folgen.

Also: Wir freuen uns über Ihr Mitmachen, bis dahin.

Samentauschbörse

Samentauschbörse zum Eröffnung der Kneipptage im Kurpark Feldberg

BUND Feldberger Seenlandschaft